Blaue Bienen

Bienen sind schwarz-gelb und summen als fleißige, selbstlose Arbeiterinnen zum Wohl des Bienenvolkes von Blüten zu Blüte. Und auch wenn seit meiner Biene-Maja-geprägten Kindheit inzwischen viele Menschen von Wildbienen gehört haben- die unglaubliche Vielfalt der knapp 600 Wilbienenarten in Deutschland hat man doch nicht recht auf dem Schirm. Ich schrieb schon einmal über „meine“Wildbienen und warum „Insektenhotels“ keine Lösung für die meisten von ihnen sind. Inzwischen habe ich noch viel mehr von Majas wilden Schwestern im Garten getroffen, sie müssen daher endlich ins Gästebuch. Zur Bestimmung der Wildbienen: Ich habe keinen Überblick und die Bestimmung mithilfe von Apps mehr oder weniger übernommen. Ich bin ziemlich sicher, dass dabei Fehler passieren. Für Hinweise bin ich dankbar.

Mein persönliches Highlight ist unsere größte Wildbiene: Ein Männchen der Blauschwarzen Holzbiene (Xylocopa violacea) frühstückt an der Mahonie. Die Männchen erkennt man an den orangenen Markierungen an den Fühlern.
Auch Mauerbienen können bläulich schimmern: Die Stahlblaue Mauerbiene (Osmia caerulescens) rastet gern auf der Kirschlorbeerhecke. Es ist ein Weibchen, die Männchen sind nämlich eher grünlich. Sie wird den Verschluss ihres Nestes aus zerkauten Blättern herstellen und könnte in der Nisthilfe wohnen, vielleicht Sicht sie sich aber lieber etwas anderes.
Die Grauschwarze Düsterdandbiene (Andrena cineraria) oder auch oder auch einfach graue Sandbiene hab ich schon mal gezeigt. Sie nistet im Boden.
Eine andere Sandbiene ist die Gemeine Bindensandbiene (Andrena flavipes), sie ist eine ausgesprochene Generalistin, die fast überall zurecht kommt.
Das gilt auch für die auffällige Fuchsrote Lockensandbiene (Andrea fulva), hier ein Weibchen, die Männchen tragen weniger spektakulären „Pelz“.
Bei der Roten Ehrenpreis-Sandbiene, (Andrena labiata) sind nicht die „Locken“ sondern der Hinterleib rot gefärbt. Die Bestimmung ist hier unsicher.
Die Frühe Doldensandbiene (Andrena proxima) wird mir hier angezeigt, sie ist aber „im Feld“ nicht von anderen Sandbienen unterscheidbar.
Die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) nistet ebenfalls im Boden.
Die Gemeine Pelzbiene sieht aus wie eine Hummel. Anthophora plumipes gräbt Nestgänge im Boden, bei uns regengeschützt unter der „Kinderterasse“.

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