Nachtfalter-Gästebuch

Nachfalter habe ich schon in früheren Blogbeiträgen vorgestellt, etwa die Eulenfalter (die nicht zwingend miteinander verwandt sind), die Schwärmer und die Spanner. Diese hier konnte ich in diesem Jahr an einer Stehlampe kennenlernen, die ich ab und an so bis Mitternacht vor der Gartenhütte anließ. Es ist nur eine Auswahl – es gibt unfassbar viele Nachtfalter mit Namen wie Gedichte!

Holunderzündzler
Anania coronata

Hübscher Kleinschmetterling mit goldenem Schimmer, frisst als Raupe am Holunder.

Purpurroter Zünsler
Pyrausta purpuralis

Mag meinen Dost.

Breitflügliger Fleckenbär/
Weiße Tigermotte

Spilosoma lubricepeda

Äußerst flexibel beim Raupenfutter, dafür als Imago so giftig, dass Vögel sie wieder ausspucken.

Zimtbär
Phragmatobia fuliginosa

Leider etwas unscharf.. Frisst als Raupe an giftigen Kräutern wie dem Jakobs-Greiskraut, lagert deren Alkaloide ein und wird so für Vögel ungenießbar.

Zweibindiger Nadelwaldspanner
Hylaea fasciaria

Die Raupen der grünen Variante fressen Fichten-, Lärchen- und Weißtannennadeln. Eine rostrote Form dagegen an Kiefern.

Perlglanzspanner
Campaea margaritaria

Nur frische Falter sind noch grün, die Farbe verblasst mit der Zeit.

Prachtgrüner Bindenspanner
Colostygia pectinataria

Die Raupen mögen – unter anderem – Weißdorn gern, der breitet sich grad in der Ecke hinter der Hütte aus.

Schwarzbraunbinden-Blattspanner
Xanthorhoe montanata

Sowohl Falter und Raupe sind wenig wählerisch bei der Verpflegung.

Gelbspanner
Opisthograptis luteolata

Dieser leuchtend gelbe Nachtfalter hatte sich ins Schlafzimmer verflogen, andere habe ich draußen an der Lampe gesehen. Seine Raupen fressen an Laubgehölzen.

Ungepunkteter Zierspanner
Asthena albulata

Frisst an Laubbäumen und fliegt im perlmuttschimmerndem Abendkleid.

Rhombenspanner
Peribatodes rhomboidaria

Die Raupen fressen im August an verschiedenen Laubgehölzen, wie Weßdorn, Schlehe oder Efeu.

Breitgebänderter Staudenspanner
Idaea aversata

Die Zeichung dieser Schmetterlinge ist sehr variabel, die Raupen fressen vertrocknete Blätter von sehr vielen verschiedenen Kräutern und Gehölzen.

Graugrüner Apfelbütenspanner
Pasiphila rectangulata

Die Raupen leben in Apfelblüten. Die Art ist nicht ganz leicht zu bestimmen, ich hab einfach mal den Vorschlag der App übernommen.

Großer Schneckenspinner
Apoda limacodes

Die grünen Raupen haben keine Füße, sondern eine Kriechsohle und sehen aus wie kleine Nacktschnecken, daher der Name. Sie fressen an Laubbäumen wie der Buche.

Buchen-Kahneule auch Jägerhütchen
Pseudoips prasinana

Frisst tatsächlich auch an Buchen. Der rote Rand an den hinteren Flügeln kann richtig pink sein.

Kompasslattich-Eule
Hecatera dysodea

Lattich-Arten sind das Lieblingsessen der oligophagen Raupen – bei mir gibt es reichlich Mauerlattich und vereinzelt Kompasslattich.

Haseleule
Colocasia caryll

Anders als der Name erwarten lässt, fressen die Raupen an Hasel, aber auch Hainbuche, Rotbuche, Apfel.. Gibt also genug Auswahl im Garten.

Gepunkteter Eichengürtelspanner
Cyclophora punctaria

Die Raupen mögen nur Eichen.

Dreilinieneule
Charanyca trigrammica

Die Raupen fressen an verschiedenen Wegerich-Arten, Ampfer und Löwenzahn.

Buntes Halmeulchen
Oligia versicolor

Die Bestimmung ist auch hier unsicher, statistisch ist sie aber die wahrscheinlichste Möglichkeit. Die Raupen fressen an Gräsern

Liguster-Rindeneule Craniophora ligustri in der olivgrauen Farbvariante.
Die Raupen fressen verschiedene Pflanzen wie Liguster und Flieder.

Schwarzes C
Xestia c-nigrum

Die Raupen fressen an vielen verschiedenen Pflanzen.

Das Ausrufungszeichen
Agrotis exclamationis

ist – wie das Schwarze C eine „Erdeule“, deren Raupen unterirdisch leben. Man findet sie gelegentlich bei Gartenarbeiten. Ältere Raupenstadie fressen auch gern an Wurzeln und Knollen.

Bleiche Graseule
Mythimna pallens

Ihre Raupen mögen Süßgräser. Die Venen auf den Vorderflügeln geben ein schönes Muster.

Bleigraues Fechtenbärchen
Eilema griseola

Diesen unscheinbar Falter ziechnet sein heller Saum am Flügelrand aus. Die Raupen fressen Flechten an Laubbäumen.

Nessel-Schnabeleule
Hypena proboscidalis

Als Raupe ein monophager Brennnesel-Fan.

Hummelnest-Motte
Aphomia sociella (männlich)

Diese kleine „Motte“ sieht ganz hübsch aus, altrosa mit resedagrün…. Ihre Lebensweise ist weniger sympathisch: Sie legt ihre Eier in Hummel- und Wespennester. Obwohl die Larven dort die Brut fressen, haben sie eine wichtige Funktion: Sie säubern den Nistplatz für eine Rückkehr im nächsten Jahr.

Rhababerzündsler
Oncocera semirubella

Dieser Kleinschmetterling hat seinen Namen vom Aussehen, nicht von der Raupen-Futterpflanze. Seine Räupchen fressen Klee und Luzerne.

Vierfleck Beinwellmotte
Ethmia quadrillella

Von den ganz kleinen „Motten“ hab ich unzählige noch gar nicht bestimmt. Einige haben hübsche Zeichnungen. Eines Tages beschäftige ich mich mal mit den kleinen Wicklern und Zündzlern.

Catropia permutatellus
Hagebuttenwickler Grapholita tenebrosana

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