Die gemeine Streckerspinne (Tetragnatha extensa) mag Pflanzen über dem Wasser. Sie wohnt in der Binse im neuen Teich. Dort hat sie auch ihre Kinderstube aufgehängt, die auffälliger ist als sie selbst.


Das Gebilde sieht aus wie ein kleiner, schmutziger Wattebausch, der schon mal in den Regen gekommen ist und enthält um die 100 Eier, wie ich nachgelesen habe.


Der Spinne selbst kann ich regelmäßig beim Spinnen zusehen, dabei turnt sie akrobatisch über der Wasseroberfläche. Zur Not kann sie mit Hilfe der Oberflächenspannung auch über Wasser laufen. Sie repariert ihr Netz nicht. Wenn es beschädigt wird, frisst sie es, um die wertvollen Proteine nicht zu vergeuden – und hängt ein neues auf. Es bleibt nur für einige Stunden in Gebrauch.
Über die faszinierenden Eigenschaften von Spinnenseide schrieb ich schon mal

Sie selbst lauert nicht in der Mitte des Netzes, wie die Kreuzspinnen, sondern versteckt sich langerstreckt an den Halmen der Wasserpflanzen. Die Netzmitte lässt sie offen, dann kann sie schneller durchschlüpfen. Ihre Opfer sind kleine Insekten.

Das kleinere Männchen muss bei der Paarung ihre gefährlichen Kieferklauen (die Chelicere) gut festhalten – es sieht daher eher nach Ringkampf denn nach Paarung aus.
Die Kieferklauen sieht man auf dem Titelbild des Beitrages besonders gut.


